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Warum Dorn-Therapie für Pferd und Reiter? Dieses Kapitel erläutert Ihnen, warum eine kombinierte Dorn-Therapie, also eine gleichzeitige Dorn-Behandlung für Ihr Pferd und für Sie als Reiter sinnvoll ist. Zum Verständnis dieses Kapitels empfiehlt es sich zuerst die Kapitel "Allgemeine Grundlagen der Dorn-Therapie", "Dorn-Therapie am Menschen" und "Dorn-Therapie am Pferd" gelesen zu haben. In der Regel werden Pferd und Reiter, wenn sie in therapeutischer Behandlung sind, von einander getrennt betrachtet bzw. therapiert. Eine häufige Situation, welche man in der Praxis beobachten kann ist folgende: Ein Pferd hat ein konkretes Problem im Bewegungsapparat, d.h. es läuft eventuell nicht taktrein oder es hat Probleme beim Stellen bzw. Biegen. In diesem Fall wird ein Pferde-Therapeut konsultiert und die Symptome werden behoben - zumindest temporär. Zeitlich versetzt geht der Reiter z.B. wegen seiner Rückenschmerzen zur Massage oder lässt sich anderweitig therapieren. Auch für ihn gibt es temporäre Hilfe. Was aber nicht bedacht wird ist der Zeitraum zwischen der Therapie des Pferdes und der des Menschen, da sich beide beim Reiten gegenseitig beeinflussen. Die Folge kann sein, dass der Reiter mit seinem Rückenproblem und dem damit verbundenen statischen Ungleichgewicht durch Schonungshaltung, Verspannung, etc. sein Pferd negativ beeinflusst und das Pferd mit der Zeit wieder Probleme im Bewegungsapparat bekommt. Dies liegt daran, dass das Pferd versuchen muss die Dysbalance des Reiters auszugleichen, dabei ebenfalls verspannt und somit erneute Blockaden entstehen. Diese Verkettung kann sich natürlich beliebig oft fortsetzen. Ebenso kann auch eine inverse Beeinflussung vorliegen, d.h. ihr Pferd beeinflusst sie als Reiter, worauf weiter unten genauer eigegangen wird. Eine weitere häufige Situation ist die, dass dem Reiter seine Dysbalance im Bewegungsapparat gar nicht bewusst ist, da eventuell auch keine Schmerzen oder anderweitigen Probleme vorliegen. Bei genauerer Betrachtung fallen diese Dysbalancen allerdings recht schnell auf. Typische Beispiele sind hierfür z.B. folgende: Auf Grund von Beinlängendifferenzen (siehe Kapitel "Dorn-Therapie am Menschen") kommt es immer wieder vor, dass Reiter eine unterschiedliche Steigbügellänge bevorzugen oder aber das Gefühl haben, dass ein Steigbügelriemen kürzer ist als der andere. Die Folge ist die unterschiedliche Belastung der eigenen Sitzbeinhöcker und damit eine unbewusste Hilfengebung. Häufig fällt es diesen Reitern schwer geradeaus zu reiten, bzw. sie bevorzugen eine Hand. Ebenso können die Schwierigkeiten aber auch im Wirbelsäulenbereich begründet sein. Fällt es dem Reiter schwerer sich zu einer bestimmten Seite zu drehen, so werden gerade diese Probleme bei Volten und engen Wendungen auffällig. Diese wirken dann eckig und ungleichmäßig. Mit Hilfe der Dorn Methode ist es in vielen Fällen möglich diese chronischen Dysbalancen zu beheben. Es läßt sich aber auch die Betrachtungsweise umkehren, d.h. Probleme im Bewegungsapparat des Pferdes können Einflüsse auf den Reiter haben: Wenn ihr Pferd Probleme mit der Biegung zu einer Seite hat, so kann dieses auf Blockaden im Wirbelsäulenbereich hindeuten. Desweiteren kann ein Beckenschiefstand ihres Pferdes zu einer Torsion der Wirbelsäule führen. Die Folge ist, dass sie das Gefühl haben schief zu sitzen auch wenn sie selbst keine Probleme im Bewegungsapparat haben. Diese ständige Schieflage kann aber natürlich irgendwann vom Reiter selbst übernommen werden und schon ist man wieder in der gegenseitigen Beeinflussungsspirale angekommen. Meine Empfehlung ist daher, Pferd und Reiter zusammen zu therapieren, damit Sie und ihr Pferd immer eine Einheit bilden. |
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